Mehr vitale Küken pro aufgestallte Henne sind das Ziel

20.10.2016  |  Von: De Hoop  |  Kategorie: Vermehrung

Das Erreichen guter Produktionsergebnisse ist immer wichtig, aber bei der heutigen Marktsituation erfordert dies besondere Aufmerksamkeit. Die Neigung besteht, den Fokus auf Kostenreduktion zu verlegen. „Wenn man bei den Produktionsergebnissen Zugeständnisse macht, entfernt man sich noch weiter vom Ziel“, sagt Vermehrungsspezialist Gert Hoekerswever. „Es ist sinnvoller, auch weiter möglichst viele vitale Eintagsküken pro aufgestallte Henne anzustreben.“

Den größten Unterschied im Streben nach mehr Bruteiern erreicht man durch eine niedrigere Verlustrate unter den Muttertieren. „Insbesondere die Verlustrate zu Beginn des Durchgangs ist wichtig“, betont Hoekerswever. „Mit der Markteinführung der COMFORTLinie vor rund eineinhalb Jahren wurden auf diesem Gebiet große Fortschritte verbucht.“ Die Futtermittel in dieser Futterlinie sind etwas voluminöser als Standardfutter, wodurch die Tiere schneller ein Sättigungsgefühl bekommen. Das sorgt für Ruhe und weniger Stress unter den Tieren und hält in den ersten Wochen, in denen auf die Produktionsspitze hingearbeitet wird, die Verlustrate niedriger.

Stückzahl und Vitalität
Wenn die Hennen ihre Produktionsspitze erreichen, ist es wichtig, eine gute Spitzenproduktion zu erzielen und diese so lange wie möglich beizubehalten. Ob auf die PLUS-Linie umgestellt wird und wann dies passiert, ist je nach Betrieb und sogar je nach Herde unterschiedlich. „Wichtig ist, die Entwicklung der Hennen und die Produktion genau unter Beobachtung zu halten“, sagt Hoekerswever. Für vitale Hennen - und somit robuste Eintagsküken - ist es wichtig, dass die Tiere die richtigen Nährstoffe einschließlich Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente aufnehmen. „Wir sorgen dafür, dass das Futter ausreichend Bandbreite hat, damit die Henne einen gewissen Puffer hat, wenn sie einmal einen Tag  etwas weniger Futter aufnimmt.“

Hahnmanagement
Ein anderer wichtiger Punkt ist das Hahnmanagement, eine der wichtigsten Aufgaben für den Vermehrer. Bei den Betrieben, die Gert Hoekerswever begleitet, achtet er daher auch immer darauf, dass das Befruchtungsergebnis gut bleibt. Auch dabei spielt die Ration eine wichtige Rolle. „Die Entwicklung des Hahns, Aktivität und Aggressivität, die Befruchtungsrate, aber auch ausreichend Ruhe im Stall sind Dinge, die berücksichtigt werden müssen. Es geht um das Finden des richtigen Gleichgewichts zwischen Energie, Proteinen, Vitaminen und Mineralstoffen in der Ration. Eigenes Hähnefutter kann das Hahnmanagement sehr gut unterstützen.“